Nur noch kurz die Kultur retten

Ein Abend, um die Kultur zu unterstützen

Zur Nachahmung empfohlen – unter diesem Motto stand der vergangene Freitagabend im Cala-Theater in der Haslacherstraße. Denn der Abend, der mit einer Vorstellung des Erfolgsstücks „Der perfekte Mann“ mit Jürgen A. Weber in der Hauptrolle unterhaltsam daherkam, hatte noch einen tieferen Sinn im Gepäck: die Kultur zu unterstützen

Die Vorstellung fand auf Einladung des Freiburger Traditions-Bauunternehmens Hopp + Hofmann statt, das die gesamten Kosten des Abends inklusive Sektempfang, Getränken und Essen übernahm. Im Gegenzug wurden die Gäste um einen beherzten Griff in die Geldbörse gebeten: Alles, was in der bereitgestellten Spendenbox landete, kommt dem Cala-Theater zugute.

Das Theater, eine der ältesten und größten Kleinkunstbühnen der Stadt, leidet ebenso wie alle anderen Kultureinrichtungen sehr unter der Pandemie. „Bei den regulären Vorstellungen spürt man deutlich, dass eine ziemlich angespannte Stimmung herrscht“, beschreibt die künstlerische Leiterin des Theaters, Tanja Mayer, die Situation. Auch wenn ein umfassendes Hygienekonzept vorliegt und alle gesundheitssichernden Maßnahmen streng eingehalten werden (als ausgebildete Medizinerin achtet Tanja Mayer auf höchste Sicherheitsstandards), müssen immer wieder Vorstellungen ausfallen, wenn verunsicherte Gäste ausbleiben. Für Stefan Hofmann, Geschäftsführer von Hopp+Hofmann, gab das den Anstoß, sich zu engagieren: „Zum Glück gibt es Branchen, denen es weiterhin gut geht, etwa die Bauwirtschaft. Da finde ich es einfach wichtig, wenn man Kultureinrichtungen auf diese Weise unterstützt.“

Unterstützung gab es bei der Benefizvorstellung reichlich: Die Stimmung war gelöst und heiter, und so wurde nicht nur die Spendenbox gut gefüllt, sondern auch der Verkauf von Gewinnlosen fand Anklang. Rund 1000 Euro spülte der Run auf die drei Hauptpreise – ein VIP-Ticket für das erste Sonntagsspiel des SC und zwei Schönheits-Verwöhngutscheine der SPA-Loungery – in die Solidaritäts-Kasse. Sobald die letzten zugesagten Spenden eingegangen sind, will Stefan Hofmann den Spendenscheck übergeben. Und hofft auf Privatleute und Unternehmen, die sein Engagement aufgreifen: „Wir würden uns extrem freuen, wenn wir mit unserer Aktion Aufmerksamkeit erzielen und es Nachahmer gäbe“. Und darüber freut sich ganz sicher auch die Kulturwirtschaft!

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