0709_Schimmel_Schaden_oder_Verhalten

Schimmel – Baumängel oder Nutzerverhalten

„Schimmel – Baumängel oder Nutzerverhalten“ – so lautete der Titel der jüngsten Veranstaltung einer Informationsserie des Freiburger Baudienstleisters Hopp + Hofmann, die Ende September nun schon mit ihrer dritten Folge stattfand. Referent war Schimmelpilzspezialist Christian Massa von der Massa GmbH & Co KG aus Frankenthal. Er erklärte den rund 70 Gästen anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis, wie Schimmel entsteht, sich ausbreitet, Schaden anrichtet und vermieden bzw. saniert werden kann und muss. Und da sind es vor allem zwei wesentliche Faktoren, die alleine für sich, aber auch gemeinsam mit anderen nicht nur zu hygienischen, sondern vor allem auch zu gesundheitlichen Schäden führen: Bauliche Mängel und / oder falsches Nutzerverhalten.

So können Schimmelpilze in Innenräumen auf einer Vielzahl von Materialien und in einem weiten Temperaturbereich wachsen, zum Beispiel auf:

  • Holz und Spanplatten,
  • Papier, Pappe und Karton – auch Gipskarton,
  • Tapeten und Tapetenklebern,
  • Kunststoffen aller Art, Gummi, Silikon und Folien,
  • Teppichböden und Klebern für den jeweiligen Fußbodenbelag,
  • Farben und Lacken sowie
  • Leder

Wichtigste Voraussetzung für das Entstehen von Schimmel seien aber nicht die Materialien selbst, „er gedeiht dort nur am besten“ – so Christian Massa, sondern vielmehr das generelle Vorhandensein von Feuchtigkeit und ihrer unqualifizierten Regulierung. Ergo sei es unabdingbar, fachgerechte bauseitige Maßnahmen und vernünftiges Raumnutzerverhalten sinnvoll miteinander zu verbinden. Des Problems Schimmel aber seien sich viel zu wenige bewusst. Denn „Haus- und Wohnungseigentümer sind kaum aufgeklärt und unterschätzen die Auswirkungen“, so Christian Massa, „und unprofessionell schlampige Arbeit am Bau tut ein Übriges“. Deshalb sei es eine Grundvoraussetzung, jedes Gebäude nach dem aktuellen Stand der Technik zu konstruieren. Dazu gehört unter anderem:

  • Mindestwärmeschutz,
  • Schutz vor Schlagregen,
  • Abdichtung gegenüber aufsteigender Feuchtigkeit,
  • regelgerechte Dachkonstruktion und
  • wasserdichte Installation

Der Haus- und Wohnungsnutzer selbst aber kann mit richtigem Lüftungs- und Heizverhalten in seinen eigenen vier Wänden Feuchtigkeit ein- und Schimmelwachstum ausgrenzen. Zusammenfassend ist laut Christian Massa, der diese Details sehr kompetent vermittelte, darüber hinaus unter anderem Folgendes zu verhindern:

  • Wassereintritt von außen – z. B. durch Regen
  • Unzureichende Wärmedämmung
  • Schlechte Feuchtepuffer der Baumaterialien
  • Erhöhte Feuchteproduktion (beispielsweise im Bad)
  • Erhöhte Wärmeübergangswiderstände (z. B. Aufstellung eines Schranks ohne Zwischenraum direkt an der Wand)

Offenbar aber sind es immer mehrere Faktoren, die entsprechenden Nährboden für Schimmelpilze bieten, sodass man wohl weniger von einem Entweder-oder, sondern vielmehr von einem Sowohl-als-auch sprechen muss. Dabei hängt die Art der Beseitigung von Schimmel bzw. die Sanierung der von Schimmel befallenen Flächen von der Größe der Fläche, der Tiefe des Befalls und der Art des Schimmels sowie von den befallenen Materialien und der Art der Nutzung der Räumlichkeiten ab. Kleine oberflächliche Schimmelflecken lassen sich ohne Beteiligung von Fachleuten durchführen. Für darüber hinausgehenden Schimmelbefall sollte zur Sanierung jedoch unbedingt ein Experte hinzugezogen werden.

Eine lebhafte Diskussion mit den Gästen rundete den Informationsabend in den Räumen der Freiburger Firma Götz + Moriz ab. Im nächsten Jahr wird es weitere Informationsveranstaltungen von Hopp + Hofmann rund um den Bau geben. Auf dem Programm des Freiburger Baudienstleisters stehen dann Themen wie Energetische Sanierungsmaßnahmen, Fördermittel und Finanzierung, Vererben von Immobilien und Steuerliche Auswirkungen.

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